Wie unser Körper auf (dauerhaften) Stress reagiert

 

Frau fasst sich an den Schläfen

© Syda Productions AdobeStock 256169889

Stress gehört für viele Menschen zum täglichen Leben und stellt unseren Körper vor einige Herausforderungen, die wir oftmals besser und dann wieder weniger leicht bewältigen. Situationen, in denen wir mit viel Stress konfrontiert sind, werden nach unserem persönlichen Empfinden positiv oder negativ wahrgenommen – Fakt ist jedoch, dass zu viel davon krank machen kann. Die psychischen und körperlichen Auswirkungen beeinflussen sich oftmals gegenseitig und führen für Betroffene zu einer Abwärtsspirale, die sie in ihrem Alltag immer mehr belastet.

Was passiert im Körper bei Stress?

Bei Stress reagiert der Körper auf mögliche Bedrohungen und versetzt ihn sozusagen in Alarmbereitschaft. Während einer akuten Stresssituation wird dabei der Sympathikus (= Teil des unwillkürlichen Nervensystems) aktiviert, um unseren Körper auf die Bewältigung dieser Situation vorzubereiten. Gleichzeitig werden die Hormone und Neurotransmitter Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol freigesetzt. Es weiten sich die Bronchien, die Atmung wird schnell und flach und unser Herz schlägt schneller. Zudem steigt durch die Verengung der Blutgefäße der Blutdruck – unser Körper stellt sich schlichtweg auf einen höheren Energieverbrauch ein.

Grundsätzlich sind Situationen, in denen wir auf Stress reagieren (müssen), hilfreich zur Bewältigung von akuten Herausforderungen. Positiver Stress erhöht manchmal sogar unsere Leistungsfähigkeit und wir lernen, mit schwierigen Gegebenheiten umzugehen. Ist die Stresssituation vorüber, nimmt die Hormonproduktion ab und unser Körper gibt Entwarnung. Bei dauerhafter Belastung ist die Erholung jedoch unzureichend und dies führt mit der Zeit zu Erschöpfung – körperliche und psychische Beschwerden wie beispielsweise Burnout oder Depressionen können die Folge sein. Außerdem wird das Immunsystem geschwächt und das Risiko für Erkrankungen steigt.

Eine Stressreaktion ist durch folgende Phasen gekennzeichnet:

  • Phase 1: Wir werden mit einer stressigen Situation konfrontiert und unser Körper fährt schlagartig alle Stoffwechselvorgänge runter, um uns auf das Bevorstehende vorzubereiten.
  • Phase 2: Als nächstes wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt und läuft mithilfe bestimmter Hormone auf Hochtouren.
  • Phase 3: Nun werden wir aktiv und versuchen die Stresssituation zu bewältigen.
  • Phase 4: Wir erreichen die Erholungsphase, die durch anfängliche Erschöpfung und letztendlich durch Entspannung gekennzeichnet ist.

Faktoren, die Stress begünstigen & Stressmanagement

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf stressige Situationen, abhängig von persönlicher Bewertung, körperlichen Faktoren, sozialem Umfeld etc. Mögliche Auslöser können beispielsweise Probleme im Job, einschneidende Lebensereignisse oder schlichtweg Umwelteinflüsse sein. Heutzutage sind hauptsächlich chronischer Leistungsdruck und fehlende Ruhephasen für die Stressspirale verantwortlich. Diese entwickelt sich anfangs schleichend bis hin zu vollkommener Überlastung.

Folgende Beschwerden können ein Anzeichen für eine hohe Stressbelastung sein:

  • Schlafstörungen
  • Magenprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Vergesslichkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Energiemangel
  • Etc.

Wer einer hohen Belastung durch Stress ausgesetzt ist, kann diese normalerweise nicht von heute auf morgen abstellen. Dennoch gibt es Strategien und Hilfestellungen, die man sich selbst aneignen kann, um akute Stresssituationen besser bewältigen zu können.

Strategien und Tipps für ein effektives Stressmanagement:

  • Nehmen Sie sich Zeit für wichtige Dinge! Egal ob es das tägliche Mittagessen in der Arbeit, das Treffen mit Freunden oder die persönliche Auszeit vom Alltag ist – schaffen Sie ausreichend Zeit für Aktivitäten, die Ihnen persönlich wichtig sind und genießen Sie diese in vollen Zügen. Ein regelmäßiger Ausgleich (egal ob sportlich oder gemütlich) zum Arbeitsleben ist schließlich ein wichtiger Präventionsfaktor für Depressionen oder Burnout.
  • Vermeiden Sie Tätigkeiten, die Ihnen zu viel Zeit rauben! Auch wenn es schwierig klingt umzusetzen: Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor und erstellen Sie idealerweise To-Do Listen, die Ihnen helfen Ihren Tagesablauf zu regeln.
  • Pflegen Sie soziale Kontakte!
  • Bleiben Sie in Bewegung! Abgesehen vom gesundheitsfördernden Aspekt in Hinblick auf die Senkung von Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen, baut Ausdauersport Adrenalin und Stresshormone ab. So können wir bei einer abendlichen Joggingrunde effektiv Spannungen abbauen, die sich tagsüber angesammelt haben.
  • Falls notwendig, nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch! Wenn das eigene Stressmanagement keine Reduktion der Stressfaktoren bringt, ist es manchmal ratsam, externe Hilfe zu konsultieren. Körperliche oder psychische Beschwerden sollten in jedem Fall abgeklärt werden.

Kommen Sie bei Unklarheiten einfach zu uns in die Apotheke. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
 

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