Baum-, Gräser- und Kräuterpollen – Was hilft gegen Heuschnupfen?

 

Frau putzt sich die Nase im Freien

© anisha mur AdobeStock 336966852


Im Frühling und Sommer zeigt sich die Natur von ihrer prächtigsten Seite. Für Pollenallergiker ist das der Saisonauftakt für die alljährliche Qual. Warme Tage machen Niesen und Augenjucken besonders zu schaffen.

In Deutschland sind geschätzt 20 Prozent der Bevölkerung von Allergien betroffen, darunter auch viele Pollenallergien. Angesichts milder Temperaturen stieg die Häufigkeit von Pollenallergien in den letzten Jahren an. Erfahren Sie hier, warum manche Menschen allergisch auf Pollen reagieren und wie Sie Ihre Heuschnupfen-Symptome lindern.


Heuschnupfen – Was ist das?

Heuschnupfen ist ein anderer Begriff für eine Pollenallergie, die eine allergische Reaktion auf Pollen von Pflanzen und Bäumen beschreibt.

Eine allergische Reaktion tritt auf, wenn das Immunsystem des Körpers das harmlose Protein in den Pollen fälschlicherweise als Bedrohung erkennt und Antikörper produziert, um es zu bekämpfen. Diese Antikörper reagieren mit den Histaminen im Körper, was Symptome einer allergischen Reaktion wie Schnupfen, Niesen oder gerötete Augen herbeiführt.

Diagnostiziert werden Pollenallergien üblicherweise durch allergenspezifische Bluttests oder Hauttests.


Typische Symptome von Heuschnupfen

Die Symptome von Heuschnupfen ähneln den Symptomen einer allergischen Reaktion. Häufige Symptome einer Pollenallergie sind:

  • heftiges Niesen
  • tränende, juckende oder brennende Augen
  • verstopfte oder laufende Nase
  • Husten durch Juckreiz oder Brennen im Hals

Manche Betroffene plagt ein unruhiger Schlaf, der tagsüber müde macht. Einige Menschen mit Heuschnupfen entwickeln auch Hautausschläge. Eine starke Pollenbelastung kann zum Beispiel eine Neurodermitis verschlimmern.

Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust oder Atemnot können ebenfalls auftreten. Um ein allergisches Asthma auszuschließen, ist in diesem Fall eine ärztliche Abklärung ratsam.


Ursachen einer Pollenallergie

Pollenallergien treten am häufigsten in den Frühlings- und Sommermonaten auf, wenn die Konzentration von Pollen in der Luft am höchsten ist.

Die Ursachen von Pollenallergie sind auf eine Überreaktion des Immunsystems zurückzuführen. Beim ersten Kontakt mit Pollen bildet das Immunsystem Antikörper gegen diese Substanzen. Beim nächsten Kontakt mit Pollen erkennt das Immunsystem diese als Bedrohung und reagiert mit einer allergischen Reaktion, die durch die Freisetzung von Histamin und anderen chemischen Stoffen ausgelöst wird.

Einige Faktoren können das Risiko einer Pollenallergie erhöhen. Hierzu gehören:

  • Familienanamnese: Wenn bereits andere Personen in der Familie an einer allergischen Erkrankung leiden, ist das Risiko einer Pollenallergie erhöht.
  • Alter: Pollenallergien sind häufiger bei Erwachsenen als bei Kindern.
  • Klima: Pollenallergien können durch das Klima verschlimmert werden, insbesondere in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Pollenkonzentrationen.
  • Umweltfaktoren: Längere Exposition gegenüber Pollen, Rauchen und Kontakt mit anderen allergieauslösenden Stoffen können eine Pollenallergie begünstigen.


Behandlungstipps bei Heuschnupfen

Niesen, Schnupfen, Augenjucken können auf eine Pollenallergie hindeuten. Welche Therapien helfen können, erfahren Sie hier.


Medikamentöse Therapie

Die Behandlung von Pollenallergien umfasst in der Regel die Verwendung verschiedener Medikamente:

  • Antihistaminika, um die Wirkung von Histamin, dem chemischen Stoff, der allergische Reaktionen auslöst, zu unterdrücken
  • Nasensprays gegen eine verstopfte Nase
  • Augentropfen bei juckenden, brennenden und tränenden Augen
  • Kortikosteroide bei schweren allergischen Reaktionen


Eine Behandlungsmethode, die eine längerfristige Lösung für Pollenallergien darstellen kann, ist die allergenspezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung. Sie beinhaltet die Verabreichung von geringen Dosen des allergieauslösenden Stoffes über einen Zeitraum von einigen Monaten oder Jahren.


Nicht medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Nicht medikamentöse Alternativen bei der Behandlung von Heuschnupfen können sein:

  • salzhaltige Nasensprays und Nasenduschen verwenden; bei schweren allergischen Reaktionen helfen diese jedoch nur bedingt
  • Pollen durch Reisen in Regionen ohne Pollenflug umgehen
  • über den aktuellen Pollenflug wichtiger Pflanzenpollen zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst informieren
  • Kleidung vor dem Schlafzimmer ablegen
  • Vermeiden, Kleidung im Freien zu trocknen
  • Lüften in der Stadt morgens, auf dem Land abends
  • Staubsauger mit Hepa-Filter verwenden
  • Sonnenbrille tragen
  • Vor dem Schlafengehen duschen oder zumindest die Haare waschen

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Pollen, da die Symptome von Heuschnupfen von Person zu Person variieren können. Wenn Sie vermuten, dass Sie an Heuschnupfen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine sichere und wirksame Behandlung zu erhalten.

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