Was tun bei Schlafstörungen?

 

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Wie viel Schlaf man pro Nacht braucht, um sich ausgeruht und erholt zu fühlen, ist von Mensch zu Mensch verschieden und unter anderem vom Alter abhängig. Die durchschnittliche Schlafdauer von Kindern ab sechs Jahren liegt bei ungefähr neun Stunden. Erwachsene benötigen ungefähr sieben bis acht Stunden Schlaf. Bei Teenagern kann das Maß an benötigtem Schlaf noch einmal stark ansteigen. Je älter man wird, desto weniger Schlaf braucht man. Bei Senioren/innen sind sechs Stunden der Durchschnittswert.
Die große Gemeinsamkeit beim nächtlichen Schlaf ist jedoch, dass gesunde Personen keine regelmäßigen Schwierigkeiten dabei haben sollten, ein- und vor allem durchzuschlafen. Gerade in anstrengenden Lebensphasen oder Zeiten, in denen sich vieles verändert, wirkt sich dies auch häufig auf den nächtlichen Schlaf aus. Dennoch sollte sich das Schlafverhalten schnell wieder normalisieren. Hat man jedoch über einen längeren Zeitraum mehrmals pro Woche Schwierigkeiten ein-oder durchzuschlafen, handelt es sich um eine Schlafstörung. Diese kann sich negativ auf den Alltag auswirken und ernste Konsequenzen haben. Wer nicht genug schläft, kann sich schlechter konzentrieren, das Gedächtnis kann leiden, auch Kopfschmerzen können vorkommen. Zu wenig Schlaf beeinflusst auch die Stimmung negativ und senkt insgesamt das Wohlbefinden.

Zunächst kann man versuchen, den Schlaf mit sanften Mitteln wieder zu unterstützen und auf die sogenannte Schlafhygiene achten. Die richtige Schlafhygiene ist deshalb ein wichtiger erster Ansatzpunkt, wenn eine Behandlung gegen Schlafstörungen begonnen wird. Dazu zählt unter anderem die richtige Schlafumgebung: Möglichst komplett dunkel, still und störungsfrei sollte diese sein, außerdem nicht zu warm und im Idealfall sollte vor dem Schlafengehen noch einmal kurz gelüftet werden.
Auch feste Zeiten zum Aufstehen und Schlafengehen können helfen sowie abendliche Entspannungsrituale. Experten empfehlen außerdem, mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen, sämtliche Bildschirme auszuschalten und das Handy wegzulegen.
Ein weiterer Baustein ist der Verzicht auf Alkohol und Koffein vor dem Schlafengehen. Sowohl Koffein als auch Alkohol nimmt man am besten schon mehrere Stunden vorher nicht mehr zu sich. Auch auf das Rauchen kurz vor dem Zubettgehen sollte man verzichten. Zu schwere Mahlzeiten können ebenfalls dazu führen, dass man schlechter schläft. Positive Auswirkungen haben dagegen ausreichend Bewegung am Tag (aber nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen) und vor allem der Abbau von Stress.
Daneben gibt es auch einige Heilpflanzen, häufig in Form von Tees angewendet, die dem Schlaf auf die Sprünge helfen können. Dagegen sollte man auf die Einnahme von Schlafmitteln verzichten, solange sie nicht ausdrücklich verordnet worden sind.

Wenn es mit dem Schlafen nicht besser wird, kann der Hausarzt weiterhelfen. Schlafstörungen sind relativ weit verbreitet, man geht also nicht mit ungewöhnlichen Beschwerden zum Arzt. Hilfreich für den Arztbesuch sind eigene Aufzeichnungen: Wenn man längere Zeit schlecht schläft, ist ein Schlaftagebuch eine sinnvolle Maßnahme. Hier kann man eintragen, wie lange und wie gut man geschlafen hat und welche Faktoren am Tag eine Rolle gespielt haben. Diese Informationen können schon ersten Aufschluss über die Auslöser des Problems geben.
Der Arzt wird der Ursache auf den Grund gehen und dazu unter anderem nachfragen, ob Medikamente eingenommen werden, ob Schmerzen bestehen und ob man ungewöhnlich viel Stress hat. Schlafstörungen können verschiedene körperliche und seelische Ursachen haben, dazu zählen zum Beispiel Herz- und Lungenerkrankungen, aber auch Depressionen und Angststörungen. Um weitere wichtige Informationen zu erhalten, kann auch der Besuch eines Schlaflabors sinnvoll sein.

Liegt den Schlafproblemen eine konkrete Ursache zugrunde, setzt die Behandlung dort an. Kann man die Schlafstörungen nicht auf einen bestimmten Auslöser zurückführen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die eine absolute Methode zur Behandlung von Schlafstörungen existiert gegenwärtig noch nicht, zudem wirken nicht alle Mittel bei jeder Person gleich. Unter Umständen kann deswegen ein individuelles Ausprobieren erforderlich sein. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Ansätze, um gegen Schlafstörungen vorzugehen. Entspannungstechniken und Heilpflanzen gehören zu diesem Spektrum genauso wie Schlaftabletten. Letztere dürfen aber auch dann, wenn der Arzt sie verordnet hat, nur für kurze Zeit eingenommen werden.
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